Der Digitale Ruheplatz – Spiele, die mir eine Auszeit bieten

In vielen modernen Videospielen werde ich regelrecht bombadiert mit Zielen, die es zu erreichen, sowie Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. Wenn ich die Karte der Spielwelt aufrufe, wie im Extrembeispiel von Assassin’s Creed Unity, ploppen zig Icons und Sammelobjekte auf, die es abzuarbeiten gilt.

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Assassin’s Creed Unitys Karte ist überladen mit Sammelobjekten (Bildquelle)

Und oft denke ich mir, dass dies eben nichts anderes als genau das ist: Arbeit. Zumindest fühlt es sich manchmal so an.
Ein Teil meiner eigenen Faszination für Videospiele kommt von ihre besondere Form des Eskapismus: Das Eintauchen in eine andere Welt, die einen vom grauen Alltag abbringt. Diese Faszination geht jedoch leider verloren, wenn ich im x-ten Open World Titel – so faszinierend viele der Spielwelten auch sein mögen – stupide von Markierung zu Markierung laufe. Manchmal, da brauche ich einfach eine Pause von diesen Spielekonzepten; quasi eine Form von Eskapismus vom Alltag und vom konventionellen Spielen an sich. Vor ein paar Wochen schrieb ich über Stardew Valley und wie die Rückkehr nach Pelican Town sich in gewisser Hinsicht immer wie Urlaub anfühlt; wie das Eintreten in eine kleine, schöne Utopie. Doch auch in Stardew Valley habe ich Aufgaben zu erledigen sowie Verantwortung zu tragen.
Also habe ich mir die Frage gestellt, wo ich solch einen digitalen Ruheort in einer reineren Form finden kann. Weiterlesen „Der Digitale Ruheplatz – Spiele, die mir eine Auszeit bieten“

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Impressionen aus der Closed Beta von Sea of Thieves

Seitdem ich Rares Piratenabenteuer auf der Gamescom vor zwei Jahren spielen durfte, bin ich gespannt auf dieses Spiel. Denn Sea of Thieves trifft bei mir wirklich genau ins Schwarze: Es verspricht zumindest genau das Spiel zu sein, nach dem ich seit Jahren suche. Seit geraumer Zeit sehne ich mich nun wirklich nach einem Piratenspiel, das perfekt auf mich abgestimmt ist. Ein First oder Third Person Adventure mit Schusswaffen und Schwertern. Wo ich andere Schiffe entern kann, wo eventuell noch ein bisschen Ressourcen-Management vorhanden ist. Vorallem aber soll die Atmosphäre eines Segelabenteuers -im besten Fall mit Freunden- vermittelt werden. In dieser Hinsicht hat mich beispielsweise Black Flag, auch wenn das Seeschlacht-System schon nett ist, immer kalt gelassen, hauptsächlich aufgrund des langweiligen Kampfsystems vom damaligen Assassin’s Creed. Spiele wie Blackwake kommen da schon eher an meine Wunschvorstellung eines Piratenspiels heran. Ich bin in der First Person mitten in der Action einer Seeschlacht und bin selbst nicht unbedingt der große Kapitän sondern vielleicht einfach nur ein Teil der Crew, der daran arbeitet, das Schiff während eines Angriffes zu reparieren. Jedoch hat Blackwake einen matchbasierten Multiplayer. In meinem Kopf besegle ich viel lieber eine große, offene Welt, in der ich zufällig auf andere stoße, als sich in den Zwängen eines Matches unbedingt bekriegen zu müssen. Auf der Suche nach ‚meinem‘ Piratenspiel habe ich auch ein Blick auf ältere Titel geworfen, mit dem Gedanken, dass es vielleicht ja früher Entwicklungen gab, die ein ähnliches Konzept nutzten. Tatsächlich habe ich dann mal Age of Pirates 2: City of Abandoned Ships angespielt. Die Age of Pirates Reihe versucht den Ansatz von Titeln wie ‚Sid Meier’s Pirates!‘ weiterzuführen und eine Einzelspieler-RPG Erfahrung zu bieten. Es ist auch wirklich ganz nett, bloß eben sehr ‚unpolished‘ mit zahlreichen Bugs und einer komischen Steuerung. Könnte es denn nicht mal heutzutage ein Multiplayer Piratenspiel von einem großen Studio geben, so wie ich es mir vorstelle? Nun, das perfekte Spiel gibt es sicherlich nicht, jedoch kann man sich vorstellen, wie ich mich über das gezeigte Gameplay von Sea of Thieves im E3 Livestream 2016 freute. Meine Gebete wurden erhört. Endlich ein Spiel, das scheinbar, das Meiste von dem, was ich in einem Piratenspiel sehen möchte, bieten wird. Vor circa zwei Wochen habe ich mich dann mit einem Freund zusammen in die Closed Beta gestürzt.
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Expedition in eine bizarre virtuelle Welt – Erste Anekdoten aus dem VR Chat

Es ist das Meme vom Jahresende 2017: Die Ugandan Knuckles Tribe Videos auf Youtube explodieren momentan, jedes einzelne mit locker über eine Millionen an Klicks. Videos von kleinen, dem Sonic Charakter ähnlichen, Avataren, die in einer Gruppe in der virtuellen Welt von „VRChat“ umherlaufen. Mit Rufen wie „you do not know de wey“ oder ähnlich bescheurtem ziehen sie un Gruppen einem Anführer hinterher.

VR Chat selbst ist ein kostenloser Early-Access Titel auf Steam. Die Entwickler haben es sich zum Ziel gemacht, mit ihrem Spiel eine etwas andere (bessere) Version von Second Life zu erstellen. Einen virtuellen Treffpunkt, an dem man grundsätzlich tun kann, was man möchte. Ausgelegt auf VR mit der Möglichkeit der Gesichtserkennung (die Bewegung eures Gesichts beim Sprechen wird ins Spiel übertragen) soll VR Chat also eine immersive Simulation bieten, bei der man selber einen Avatar sowie Maps erstellen und hochladen kann. Es ist wie eine alternative Realität, in der man reale Menschen im virtuellen Raum treffen kann. Offensichtlich der erste Schritt in die Richtung der Zukunft aus Black Mirror – auf dem Papier zumindest. Denn natürlich, wenn man sich die Videos auf Youtube ansieht, erhält man ein etwas weniger ruhiges Bild vom Spiel. Natürlich ist das ebenfalls legitim, schließlich geht es hier darum, der Spielerschaft die größtmögliche Freiheit zu lassen. Wenn das in großen Ugandan Knuckles Gruppen mündent, then so be it!
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